Meine letzten Jahre waren geprägt von vielen Veränderungen – körperlich wie auch mental. Es gab immer wieder auch Rückschläge, aber genau die waren es, die mich letztendlich weiter nach vorne brachten. Mein innerer Schweinehund wurde vom größten Feind zum besten Freund – er lässt mich immer wieder über Grenzen gehen, um meine Komfortzone zu verlassen, neue Erfahrungen zu machen und daran zu wachsen. Ab und zu gab es Momente, in denen ich verzweifelte und am liebsten alles hingeschmissen hätte. Aber ich habe es nicht getan. Ich bin immer wieder aufgestanden und habe weitergemacht.

Warum erzähle ich so etwas Persönliches? Weil Veränderungen nicht nur von Rückschlägen begleitet werden, sondern auch von  – ich nenne es einmal – „bösen Stimmen“.

Ich begann mit ziemlich viel Übergewicht Sport zu machen, was anfangs für mich wirklich furchtbar war. Ganz ehrlich? Es machte mir überhaupt keinen Spaß! Ich empfand es eher als Quälerei und wäre viel lieber zuhause auf der Couch vergammelt, als mich zu bewegen. Ich bekam die Diagnose „massive Hypertonie“ und musste mit nicht einmal 40 Jahren starke Tabletten nehmen. Da wachte ich auf von dem Gedanken „Ich fühle mich wohl so wie ich bin.“ So ein Blödsinn! Ich habe mich einfach selbst belogen, um nichts verändern zu müssen. Aber jetzt ging es um meine Gesundheit und die war ernsthaft gefährdet! Ich begann mich zu bewegen. Zugegeben, am Anfang etwas unkontrolliert und vor allem unkoordiniert, aber egal: Ich bewegte mich. Dann kam noch eine Ernährungsumstellung dazu und so ging ich meinen Weg weiter.

Aber zurück zu den „bösen Stimmen“: Es gab 2 Arten von Menschen auf meinem Weg. Die Einen fanden es toll, was ich machte und wie ich mich veränderte und unterstützen mich. Die Anderen belächelten mich und nahmen mich auch nicht ernst. Meistens waren dies Menschen, die selbst sehr sportlich waren, eine tolle Figur hatten und deren Leben einfach „perfekt“ lief. Und das tat verdammt weh! Gerade diese Menschen, von denen ich lernen wollte, haben mich herablassend behandelt und waren mir alles andere als Unterstützung. Und was glaubt ihr, was mehr Einfluss auf mich hatte? Natürlich die „bösen Stimmen“! Ich zweifelte immer wieder an mir selber, war oft vorm Aufgeben – „Das hat ja doch keinen Sinn!“ – fühlte mich einfach nur schwach und als Versager.

Und dann gab es da Menschen um mich herum, die mich unterstützten, die mir Mut zusprachen, die mich motivierten und mir dabei geholfen haben, dort zu sein, wo ich heute bin. Ohne sie hätte ich aufgegeben. Sie waren da, wenn mich meine Selbstzweifel packten und halfen mir, wieder aufzustehen.

Aber den größten Teil zu meinem Erfolg habe ich selbst beigetragen: Den MUT ZUR VERÄNDERUNG. Es kostet einiges an Überwindung sich zu zeigen und zu sich zu stehen, so wie man ist. Aber das Gefühl, als Moppelchen durch die Gegend zu hopsen und von den „Vollprofis“ mit einem verschmitzten Lächeln wahrgenommen zu werden, ist echt hart. Aber ich halte mir immer wieder vor Augen, dass es um MICH geht und ich es einzig und allein für MICH mache. Und es lohnt sich!

Mittlerweile ist mein Blutdruck im Normalbereich, ich betreibe viel Sport, was mir wirklich Spaß macht und ich bin stolz auf mich. Sehr stolz auf mich! Ich habe viel erreicht und werde den Weg auch weitergehen, weil ICH es mir wert bin.

Leute, pfeift auf die Menschen um euch herum, die euch belächeln und an euch zweifeln! Die braucht ihr nicht in eurem Leben, weil sie euch nicht gut tun! Und glaubt mir: Von denen gibt es nichts zu lernen. Es geht um EUER Wohlbefinden, EURE Zufriedenheit mit euch selbst und EURE Gesundheit! Seid mutig, steht auf und macht was für EUCH!